Verbesserung der Schlagwirkung

Wenn ich an Schlagwirkung denke, denke ich zwangsläufig an viel Kraft, Geschwindigkeit und neuerdings auch Kyusho. Doch wie nutze ich diese Gedanken um meine Schlagwirkung zu verbessern?

Ah Kyusho. Das ist dieses Zeug mit Vitalpunkten. Sicher super interessant, aber für die Anwendung ja eher nicht wirklich zu gebrauchen, oder! Ich dachte e geht hier um Schlagwirkung. Komm schon, Kyusho in einem echten Handgemenge bringt nichts. Also hat es bei Schlagwirkung nichts zu suchen!

Denkst Du auch so?

Hmm, dann muss ich dich enttäuschen. Es stimmt zwar, Kyusho ist nicht gleich Anwendung allein aber Kyusho ist absolut in die Anwendung integrierbar. Lass es mich anhand der Entwicklung von Schlagwirkung erklären.

Was meine ich mit Schlagwirkung?

Im Grunde ist es der Prozess, wenn ein Körper einen anderen Körper trifft. Die anschließende Zerstörung bei beiden Körpern ist die Schlagwirkung.

Person A schlägt Person B, daraus resultieren Wirkung A und B. Ein bisschen anschaulicher. Tom (Person A) schlägt Paul (Person B) mit der Faust auf die Stirn. Tom bricht sich die Hand (Wirkung A), Paul hat eine Platzwunde auf der Stirn und eine Gehirnerschütterung (Wirkung B).

Irgendwie sind beide nicht besonders gut weggekommen! Armer Tom, armer Paul…

Das sollten wir ändern!

Was hat das mit Vitalpunkten zu tun?

Mit Vitalpunkten zu arbeiten, ist nicht nur Spaß. Das Training hat einen ernsten Hintergrund. Mit Vitalpunkten möchten manche Kampfkünstler ihre Techniken verbessern. Das ist ein weites Feld und wird für die breite Masse heutzutage auch nur selten praktiziert. Die Gründe hierfür sind vielfältig und nicht Thema dieses Artikels.

Worauf ich hinaus möchte, ist, dass Vitalpunkte eine Stufe auf der Entwicklung der Schlagwirkung ausmachen. Eine Stufe, die zur Entwicklung einer effizienteren Technikausführung beitragen kann. Wie diese Entwicklung aussieht, jetzt!

Level 1: Verprügle die Luft

Wie witzlos, aber irgendwo muss man ja anfangen.

Versuch dich an deine Anfangszeit in der Kampfkunst oder im Kampfsport zurück zu erinnern. Wie hat alles angefangen? Vermutlich hast Du zunächst einfaches Techniktraining betrieben. Das ist ein Schlag. Das ist ein Block. Das ist eine Übernahme. Das ist ein Tritt.

Diese Übungen wurden erst einmal ohne Partner trainiert. Der Technikablauf musste trainiert werden.

Wenn die Technik sitzt, kann dazu übergegangen werden am Partner zu trainieren. Viele Kampfkünste praktizieren hier das Partnertraining aus einer sicheren Distanz. Wir schlagen zwar auf einen Partner, treffen ihn jedoch nicht. Sozusagen ein Ziel ohne Ziel, ähm, ich meine ohne Trefferabsicht.

Person A schlägt in die Luft oder Richtung Partner. Wirkung ist nicht vorhanden. Zack, Schlagwirkung verpufft!

Level 2: Schlagen auf einen Gegenstand

Die Technik sitzt rudimentär vom Ablauf. Jetzt wird endlich geprügelt?!

Naja, nur so halb.

Der nächste Schritt ist seine Technik mit Widerstand zu erproben. Dieser Schritt ist aus vielen Gründen essentiell für die weitere Kampfkunstausbildung. Zum einen lernst Du mit einem Gegenstand zu kollidieren. Was passiert in deinem Körper, wenn du auf einen Widerstand stößt? Zum anderen „härtest“ Du deine Auftrefferflächen und Knochen ab. Ich spreche hier jetzt nicht von knallhartem Abhärtungstraining, deshalb auch in Anführungszeichen. Aber immer wenn dein Körper gegen einen Widerstand trifft, wird die auftreffende Stelle im Nachhinein robuster. So beginnt der Prozess der Abhärtung. Wir bilden sozusagen nach und nach eine Kämpferstatur aus.

Person A schlägt Gegenstand A.

Wirkung A: Der Körper von Person A lernt mit Kollisionen fertig zu werden oder geht kaputt, wenn es anfangs übertrieben wird.

Wirkung B: Gegenstand A wird abgenutzt und geht langsam oder sofort kaputt. Oder eben nicht, dann tut dir die Hand jetzt vermutlich scheiße weh!

Level 3: Schlagen auf den Partner

Jetzt, jetzt, jetzt?

Auf dieser Stufe gehen wir in ein tatsächliches Partnertraining. Kontakt wird provoziert, ist aber noch sicher.

OH MAN, immer noch nicht richtig. *grrrr*

Kontakt entsteht, weil wir den Partner mit unseren Attacken wirklich treffen. Sicher ist dieses Training, weil wir auf stabile Stellen des Körpers zielen und nur „oberflächlichen Schaden“ anrichten.

Stell dich mit deinem Partner gegenüber und schlage auf den angespannten Bauch des Partners mit leichtem Kontakt.

Eine wirkliche Abhärtungskomponente kann diesem Training nicht zugesprochen werden. Zwar treffen wir einen Widerstand, doch ist die Intensität nicht so hoch wie beim Pratzentraining oder Boxsacktraining oder Makiwaratraining oder…. usw.

Das eigentliche Training ist eher mentaler Natur. Das Training der Bereitschaft einen Menschen mit einen Angriff tatsächlich zu treffen.

Person A schlägt Person B auf stabile Partien seines Körpers mit leichtem Kontakt.

Wirkung A: Der Widerstand wird wahrgenommen. Sind die Trefferflächen genug abgehärtet und die Stützmuskulatur des Handgelenks stabil genug, sind keine negativen Wirkungen ersichtlich.

Wirkung B: Die Kollision wird wahrgenommen. Das Eintauchen des Widerstandes ist eher oberflächlich, jedoch ist ein anspannen der Körperpartie notwendig. Bei unvorhergesehenem Treffer kann es allerdings zu Schmerzen evtl. auch Prellungen kommen.

Ohne zu bewerten, ist mir aufgefallen, dass für viele Kampfkünstler der Weg hier vorbei ist. Woran könnte das liegen? Vielleicht fällt dir hierzu etwas ein 😀

Level 4: Durchdringen eines Gegenstandes

Bruchtests sehen nicht nur cool aus und wirken auf ein Publikum spektakulär, sie haben auch einen enormen Trainingseffekt.

Wer schon einmal Bruchtests trainiert hat, kennt diesen Hinweis sicherlich.

Schlage nicht auf das Brett, sondern schlage durch das Brett. Dein Ziel liegt nicht auf dem Brett, es liegt dahinter.

Bruchtest werden meist trainiert, sobald eine gewisse Abhärtungsstufe der Trefferflächen eingetreten ist. Die offensichtlichen Trainingseffekte sind eine weitere Abhärtung der Trefferflächen, sowie Schlagkraft.

Das eigentliche Training ist wie vorhin eher mentaler Natur. Wir denken ein Ziel zu sehen, doch das eigentliche Ziel liegt dahinter. Durch die gedankliche Vorwegnahme, dass sich unser Ziel weiter entfernt befindet, erlangen wir eine durchdringendere Schlagwirkung.

Person A durchdringt Gegenstand A.

Wirkung A: Bei korrekter Durchführung und gewisser Abhärtung der Trefferflächen entsteht eventuell ein leichter Schmerz der Trefferfläche.

Wirkung B: Gegenstand A wird bei korrekter Schlagführung zerbrochen. Die Schlagwirkung dringt damit vollkommen durch den Gegenstand.

Level 5: Durchdringen des Partners

Und dann trete ich ihn voll aus dem Bild. – Bruce Lee Bam 😉

Wie bei einem Gegenstand ist hier die Durchdringung des Partners unser Ziel. Unser Angriff soll tief in den Partner eindringen und großen Schaden anrichten.

Immer noch konzentrieren wir uns auf stabile Zonen des menschlichen Körpers. Haupttrefferfläche ist weiterhin der angespannte Bauch. Ziel ist es aber die angespannte Muskulatur zu durchdringen, um Energie in den Körper abzugeben.

Trainingshinweis: Bei starker durchdringender Schlagausführung ist ein Oberkörperschutz sehr zu empfehlen. Die Bauchmuskulatur kann einen korrekt ausgeführten Schlag kaum noch absorbieren.

Person A durchdringt Person B.

Wirkung A: Bei korrekter Schlagdurchführung ist die Kollision der entscheidende Faktor. Ist sie überstanden, kann der Schlag vollkommen in den Partner eindringen und großen Schaden anrichten. Eine negative Wirkung ist nur bei falscher Schlagdurchführung anzunehmen.

Wirkung B: Auch für den Partner ist die Kollision des Schlages der Knackpunkt. Kann die Bauchmuskulatur dem Treffer widerstehen, kann der Schlag absorbiert werden. Wenn die Barriere bricht, ist der Körper vollständig ungeschützt und wird die komplette Schlagwirkung einstecken müssen.

Sicherlich kann man Level 4 und 5 auch tauschen. Erst Menschsack oder erst Boxsack ist vermutlich eine Einstellungsgeschichte?

Zwischenfazit: Level Kombination 1 bis 5

Wie zu erwarten, ist jeder Schlag ein Schlag. Wir schlagen die Luft, wie schlagen einen Gegenstand oder einen Partner. Jedoch steigern wir von Schlag zu Schlag die jeweilige Schlagwirkung. Natürlich nicht von Schlag zu Schlag, auch die Entwicklung der Schlagwirkung ist einem stetigen Trainingsprozess unterworfen. Aber Du weißt schon, was ich damit sagen möchte.

Die Wirkungen lassen sich nicht isoliert betrachten. Jede weitere und tiefergehende Schlagwirkung baut auf den Prinzipien der Vorhergehenden auf. Zuerst schlagen wir Luft, dann schlagen wir durch die Luft auf ein Ziel. Jetzt Schlagen wir durch die Luft, auf ein Ziel und durchdringen es anschließend.

Eine Wirkungskette entsteht!

Level 6: Gegen die Mechanik und offensichtliche wunde Punkte des Partners arbeiten

Der nächste Schritt ist sich den Partner genauer anzuschauen. Kann ich durch das Arbeiten an unterschiedlichen Trefferzonen eine höhere Schlagwirkung erzielen. Hierzu zählen Gelenke und Muskulatur.

Die Gelenke zuerst: Wird ein Gelenk überstreckt, ist es äußerst anfällig. Selbst mit einem sanften Schlag, kannst Du großen Schaden anrichten. Auch sind Gelenke gegen ihre eigentliche Arbeitsrichtung sehr angreifbar. Zum Beispiel kann das Knie als Scharniergelenk nur in eine Richtung arbeiten. Greife ich von rechts oder links an kann das Knie weder beugen noch strecken. Das Bein muss nachgeben.

Jetzt die Muskulatur: Eine Möglichkeit ist es gegen Körperpartien zu schlagen, die durch die Muskulatur wenig geschützt werden. Hier erhältst Du auch mit geringerer Schlagintensität eine gute Wirkung. Eine weitere Möglichkeit wäre gegen die Arbeitsrichtung der Muskulatur zu schlagen. Zum Beispiel schützt die vordere Bauchmuskulatur gut gegen Frontalangriffe. Wird der Angriffswinkel geändert, kann ein Teil des Schutzes umgangen werden. Auch lässt sich die Muskulatur verwirren, indem man zwei Angriffsrichtungen miteinander kombiniert. Die Muskulatur kann nur eine Angriffsrichtung optimal verteidigen. Setze ich meinen Schlag gegen die vordere Bauchmuskulatur gerade an und rotiere in der Faust beim Auftreffen, erhält mein Schlag eine weitere Angriffsrichtung (Gerade und Rotation). Dies kann durch die Muskulatur weniger gut kompensiert werden.

Wunde Punkte auch noch: Augen, Ohren, Nase, Kiefer, Genitalbereich, Solarplexus. Alles wunde Punkte, die eine hohe Schlagwirkung bei niedriger Schlagintensität aufweisen.

Person A steht 45° zu Person B und schlägt ihm gegen den Brustkorb.

Wirkung A: Der Schlag trifft die Rippen von Person B. Ist dieser Widerstand unbeschadet überstanden, dringt die Faust unbeschadet ein.

Wirkung B: Der Schlag trifft die Rippen. Selbst bei geringer Schlagintensität sind Prellungen und Rippenbrüche möglich. Bei höherer Intensität sind weitaus schlimmere Verletzungen vorprogrammiert.

Zwischenfazit: Level Kombination 1 bis 6

Auch Level 6 lässt sich in die Wirkungskette integrieren. Stell dir einen durchdringenden Schlag vor, der gegen die Mechanik und/oder offensichtliche wunde Punkte des Partners arbeitet. Die Schlagwirkung wäre verheerend.

Ein zweiter Punkt, den ich hervorheben möchte, ist dir sicherlich auch schon ins Auge gefallen. Durch die Level Kombination erhalte ich die Möglichkeit bei geringerer Schlagintensität eine gleichgroße oder größere Schlagwirkung zu entfalten. Im Grunde bedeutet dies, ich muss weniger tun um ein gleiches oder besseres Ergebnis zu erzielen. Somit können wir energiesparender kämpfen oder natürlich, alles weiter raushauen. Das ist wie immer dir überlassen.

Level 7: Arbeiten gegen Vitalpunkte des Partners (Kyusho)

Das Studium der Vitalpunkte lehrt uns weitere wunde Punkte des Körpers. Diese sind weniger offensichtlich aber für das weitere Arbeiten an unserer Schlagwirkung essentiell.

Bevor ich hier jetzt mit Energie und Chi anfange, lass uns die Materie ganz pragmatisch betrachten.

Vitalpunkte sind Nervenenden, die unter der Haut offen liegen. Werden diese im richtigen Winkel und mit der richtigen Art und Weise stimuliert, senden sie ein Signal an unser Gehirn. Für die Kampfkunst ist dieses Signal natürlich Schwäche und Schmerz.

Person A schlägt Person B auf einen Vitalpunkt.

Wirkung A: Person A übersteht die Kollision bei korrekter Technikdurchführung unbeschadet.

Wirkung B: Riesen großes Aua!

Zwischenfazit: Level Kombination 1 bis 7

Auch hier gilt wieder durch Level Kombination erhalten wir eine immer größere Schlagwirkung oder bei geringerer Intensität eine gleichgute Schlagwirkung.

Kommen wir zum Ende

Du siehst, Kyusho in die Anwendung zu integrieren, benötigt Zeit. Es ist nicht das Erste, was ein Kampfkunstschüler lernen sollte. Gott bewahre!

Der Prozess lässt sich nur sehr beschränkt abkürzen. Jeder Schritt braucht viel Training um sicher in einer Anwendung aktiv werden zu können. Schlag ich, als ob ich noch nie geschlagen habe, wird mir mein Wissen über Kyusho auch nur begrenzt bis gar nichts bringen. Trainiere ich aber seit Jahren das Schlagen, Treten und Beißen hust, dann kann ich die Kenntnisse der Vitalpunkte vielleicht nutzen. Und selbst wenn ich in der Anwendung den Vitalpunkt verfehle, habe ich durch mein früheres Training immer noch einen großen und sicherlich ausreichenden Effekt. Wirkungskette und so, Du verstehst 😉

Wenn Du dich jetzt fragst, wenn der Effekt doch ohne Vitalpunkte ausreicht, warum sollte ich sie dann trainieren?

Ganz einfach!

Weil es Spaß macht und weil es der nächste Schritt ist. In der Kampfkunst bedeutet Stillstand Tod. Wenn wir auf dem Weg sind, sollten wir immer bestrebt sein, weiterzugehen. Wenn Du dich für Vitalpunkte jetzt erwärmt hast, hier ein kleiner Artikel mit ein paar Grundlagen zum Kyusho Training.

Wie stehst Du zu dem Thema Schlagwirkung? Habe ich einen wichtigen Punkt vergessen oder sollte ich auf einzelne Punkte noch genauer eingehen. Hilf mir auf die Sprünge 😉

/Respekt

 

By | 2017-11-07T14:02:31+00:00 April 10th, 2017|8 Comments

8 Comments

  1. Andree Kielholtz 13. Mai 2016 at 14:15 - Reply

    Hey Basty, mal wieder ein guter Artikel! Man sieht, dass sich jemand ernsthaft Gedanken zu dem Thema gemacht hat, und es in passende Worte fasst! Keep going!

  2. Raphael 14. Dezember 2016 at 12:28 - Reply

    Toller Artikel! Verständlich erklärt und gut aufgebaut! Da kriegt man Lust auf weiterlesen, aber vor allem auf Training!

    • Basty 14. Dezember 2016 at 13:18 - Reply

      Dankeschön und viel Erfolg beim Training 🙂

  3. Markus 11. April 2017 at 07:40 - Reply

    Servus Basty!
    Mal wieder ein literarisches Werk, das dem Hirn zur Freude gereicht… 🙂

    Ich stimme Dir auf allen Ebenen zu. Wo wir dann bei Ebenen sind, ist der Weg zu den Achsen sehr kurz: IMHO sollten die drei Achsen eines Körpers in das Schlagtraining mit eingebaut werden.
    – die vertikale Längsachse von cranial bis caudal (von Kopf bis „Schweif“, Sprich Ende des Rückrades)
    – die horizontale Pfeilachse: Von vorne nach hinten
    -die horizontale Transversalachse: von der einen Seite des Körpers zur Anderen.
    Alle drei Ebenen führen durch den Körperschwerpunkt, uns besser bekannt als Hara oder Dantien.
    Losgelöst von den oben völlig richtig erklärten und wirklich geilen Tuningtipps hat ein Schlag die größte ballistische Wirkung, wenn seine Energie in den Masseschwerpunkt eines Körpers geschickt wird. Stellen wir uns eine Kugel vor. Der Masseschwerpunkt liegt exakt in der Mitte. Wenn wir nun auf die Kugel schießen und treffen sie nur am Rande, gerät die Kugel in eine Rotationsbewegung. Je schneller sie rotiert, um so mehr Energie baut sie ab. Dies sogar so effektiv, dass im Masseschwerpunkt keinerlei kinetische Energie ankommt. Je näher wir nun mit unseren Treffern an den Masseschwerpunkt kommen, desto weniger gelingt es dieser Kugel, Energie in Rotationsbewegung umzusetzen. Im Gegenteil: Jetzt kommt die gesamte Masse der Kugel auf die Tapete, welche vorher weitestgehend irrelevant war. Je näher ich zur Mitte komme, desto mehr Masse des Körpers wird meine zerstörende Energie aufnehmen müssen. Der Schaden wird größer. Ein Treffer in den absoluten Schwerpunkt ist für das laufende Makiwara ein Fiasko…
    Für die Nicht-Naturwissenschaftler: „Billard“… Triffste mit der weißen Kugel die bunte Kugel anne Flanke, macht se eine Kurve. Triffste inne Mitte, jeht se geradeaus…

    Diesen Effekt kann man sich auch prima zu Nutze machen. Ich kann mein Gegenüber zu einer Rotationsbewegung überreden, um dann wirkliche Treffer landen zu können oder um ihn zu kontrollieren und zu fixieren. Ich muss mein Spielzeug ja nicht immer kaputt machen

    Kombiniere ich die im Blog erwähnten Level mit dieser angewandten Physik, kann mir mein Gegner nur noch leid tun…

    So. Ich reiche die Staffel weiter. Feuer frei… 😉

    LG Markus

    • Basty 13. April 2017 at 08:19 - Reply

      Danke Markus,
      richtig starker Kommentar. Da bringst Du einfach „Billard“ in die Kampfkunt. Wenn ich an „Billard und Kampfkunst“ dachte, dann war es immer nur, wirf dem Gegner die Kugeln an den Kopf und hau mit dem Queue zu. Da wurde dann für mich auch Stick Fighting real. 😉
      Nein, ernsthaft! Gerade mit deinen Überlegegungen zu spielen macht unheimlich Sinn. Die Körperachsen zu nutzen hat viele Vorteile, um sich das Leben im Kampf leichter zu machen.
      LG Basty

  4. Tom 12. April 2017 at 23:40 - Reply

    Schöner Blog! Bin gerade drauf gestoßen und hab jetzt erstmal wieder Literatur…

    • Basty 13. April 2017 at 08:12 - Reply

      Hey Tom,
      danke dir 🙂 Hoffe, Du kannst für dich etwas mitnehmen!
      LG Basty

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