Das Dojo der Tiere

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Was passiert, wenn Tiere eine Schule eröffnen und die Lehrinhalte strikt über alle Tiere durchsetzen? Noch eine kleine Geschichte. Dieses Mal  über Lehren, Lernen, Schulpolitik und Differenz.

Die Schule, in diesem Fall das Dojo der Tiere ist eine Geschichte von G.H.Reavis „Fable of the Animal School“ von 1937. Sie wird vielerlei diskutiert und besonders für Kinder in Kindergärten und Schulen genutzt. Trotzdem finde ich sie auch sehr ansprechend in unserer coolen Kampfkunst!

YEEEEAAAAHHH!!!!

Sie lädt zum Nachdenken ein und beim Nachdenken erkenne ich für mich viele Parallelen zur Kampfkunst, zur Verbandspolitik und zum täglichen Training in unzähligen Kampfkunstschulen.

Lass dich ein wenig inspirieren und teile zum Schluss deine Gedanken mit uns.

Es gab einmal eine Zeit, da hatten die Tiere eine Schule. Der Unterricht bestand aus Rennen, Klettern, Fliegen und Schwimmen, und alle Tiere wurden in allen Fertigkeiten unterrichtet.

Die Ente war gut im Schwimmen, besser sogar als der Lehrer. Im Fliegen war sie durchschnittlich, aber im Rennen war sie ein besonders hoffnungsloser Fall. Da sie in diesem Fach so schlechte Noten hatte, musste sie nachsitzen und den Schwimmunterricht ausfallen lassen, um das Rennen zu üben. Das tat sie so lange, bis sie auch im Schwimmen nur noch durchschnittlich war. Durchschnittliche Noten waren aber akzeptabel, darum machte sich niemand Gedanken darum, außer: die Ente.

Der Adler wurde als Problemschüler angesehen und unnachgiebig und streng gemaßregelt, da er, obwohl er in der Kletterklasse alle anderen darin schlug, darauf bestand, seine eigene Methode anzuwenden.

Das Kaninchen war anfänglich im Laufen an der Spitze der Klasse, aber es bekam einen Nervenzusammenbruch und musste von der Schule abgehen wegen des vielen Nachhilfeunterrichts im Schwimmen.

Das Eichhörnchen war Klassenbester im Klettern, aber sein Fluglehrer ließ ihn seine Flugstunden am Boden beginnen, anstatt vom Baumwipfel herunter. Es bekam Muskelkater durch Überanstrengung bei den Startübungen und immer mehr „Dreien“ im Klettern und „Fünfen“ im Rennen.

Die mit Sinn für’s Praktische begabten Präriehunde gaben ihre Jungen zum Dachs in die Lehre, als die Schulbehörde es ablehnte, Buddeln in den Unterricht aufzunehmen.

Am Ende des Jahres bekam ein anormaler Aal, der gut schwimmen und etwas rennen, klettern und fliegen konnte, als Schulbester die Schlussansprache

Was für Gedanken und Gefühle kommen bei dieser Geschichte in dir hoch? Lass uns in einen netten Austausch gehen.

/Respekt

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By | 2017-03-06T20:52:00+00:00 März 31st, 2017|Geschichten|0 Comments

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