Wenn Du mal PECH brauchst!

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Wenn Du am Wochenende mal wieder richtig Pech hattest und dir PECH dann ganz gelegen kommt?!

Du kennst das mit absoluter Sicherheit. Am Wochenende stand ein super geniales Seminar an. Die Themen waren mega, die Trainer waren mega und die Gruppe war super mega.

Aufgrund des ganzen Spaß und der vielen tollen Inhalte schaltet dein Kopf langsam ab. Es ist einfach zu viel und zu cool. Du möchtest nichts verpassen und erlaubst es dir auch nicht. Dich ein bisschen zurücknehmen und langsamer machen, ist keine Option!

100% Vollgas.

Kurz mal nicht aufgepasst.

Autsch! Knie verdreht…

Was für ein dummes Pech. Aber zum Glück gibt es PECH!

Was ist PECH?

Schon tausend Mal gehört und in der Trainerausbildung bearbeitet. Doch wenn das eigene Knie scheiße weh tut, dann ist alles vergessen.

Danke Sonia, Bettina und Andree für eure tolle und schnelle Hilfe!

Auch als die PECH-Regel bekannt, ist sie eine Eselsbrücke für die schnelle Erstversorgung von Prellungen, Verdrehungen, Zerrungen, Verrenkungen oder anderen akuten Verletzungen.

Ich habe ein Zitat von FIT FOR FUN-Experte Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, Mannschaftsarzt des FC Bayern München und der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gefunden.

„Jede Minute, die in den ersten zehn Minuten nach der Verletzung verstreicht, ohne dass etwas unternommen wird, bedeutet einen Tag länger Reha.“

Mit der PECH-Regel kannst Du einer langen Verletzungspause gut entgegenwirken. Denn gerade bei einem Unfall sind die ersten Minuten entscheidend, um die Folgen für den Verletzten möglichst gering zu halten.

Was bedeutet PECH?

Wie schon gesagt, ist es eine kleine Eselsbrücke. Jedes Wort steht für eine Handlung.

P = Pause

E = Eis

C = Compression

H = Hochlagern

Kommen wir dazu, was die kleinen Schlagworte im Einzelnen bedeuten.

P = Pause

Hör am besten sofort mit dem Training auf. Stelle die verletze Körperstelle ruhig und halt einfach mal still. So kannst Du innere Blutungen und Schwellungen ein wenig begrenzen und verhinderst so, dass sich deine Verletzungen verschlimmern.

E = Eis

Ist die Verletzung ruhig gestellt, pack Eis drauf. Ist kein Eis da, gehen auch kaltes, fließendes Wasser oder kalte Umschläge.

Durch das Eis verengen sich deine Blutgefäße. Blutungen werden so vermindert und Schwellungen treten nicht so stark auf. Auch wirkt die Kälte entzündungshemmend.

Eigentlich musst Du beim Kühlen nur eins beachten. Kühl so oft wie möglich, aber immer nur zehn Minuten am Stück. Andernfalls kommt es zu einer reflektorischen Weitung der Gefäße, sprich: zu einer Mehrdurchblutung. Ach ja, und Erfrierungen sind auch möglich. Das willst Du sicher nicht!

C = Compression

Der nächste Schritt ist das Anlegen eines Druckverbandes mit mäßiger Spannung. Bei jeder Verletzung zerreißen kleine Blutgefäße, daraus entsteht ein Bluterguss.

Mit dem Druck auf das Gewebe reduzierst Du weitere Einblutungen. Cool, oder?!

Die Kompression sollte möglichst zusammen mit der Kühlung angewandt werden.

H = Hochlagerung

Leg deine verletze Körperregion über die Höhe deines Herzes. So kann das Blut aus der verletzten Region auf venösem Wege zum Herzen fließen. Das bedeutet schon wieder ein weniger Schwellung und somit auch weniger Schmerzen.

Ist das nicht toll?!

Mit PECH gegen Pech!

Fazit

Die PECH-Regel ist in vielen Situationen ein echter Lebensretter. Aber natürlich hat sie auch ihre Grenzen. Sie ist als Ersthilfe oder Sofortmaßnahme im Sport unersetzlich. Aber alles was danach kommt, braucht schon ein bisschen mehr.

Aber nie vergessen: Sind deine Schmerzen oder Blutungen so stark, dann auf, direkt ab zum Arzt.

Hast Du schon Erfahrungen mit der PECH-Regel machen können? Vielleicht hast Du auch einen schönen Vergleich. Eine Verletzung mit und einen ohne die PECH-Regel?

/Respekt

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By | 2017-02-23T22:43:56+00:00 Februar 26th, 2017|HojoUndo, Kampfkunst, Krafttraining, Kyusho|2 Comments

2 Comments

  1. Nobi 27. Februar 2017 at 09:24 - Reply

    Tolle Idee ein Artikel dazu zu verfassen 🙂 Das hilft hoffentlich vielen nach dem „Oh-shit-so-ein-Pech“-Moment gleich auf die Verletzung zu reagieren 😉

    Wenn wir schon bei wichtigen Abkürzungen sind, ist hier noch eine. Sie hat zwar nichts mit einer Sportverletztung zu tun, aber ist dennoch sehr, sehr wichtig.

    FAST, Schnellcheck bei Verdacht auf einen Schlaganfall.

    F = Face – Die Person bitten zu lächeln. Ist das Gesicht einseitig verzogen, dann deutet es auf eine halbseitige Lähmung hin.

    A = Arms – Die Person bitten beide Arme nach vorne zu strecken und beide Handflächen nach oben zu drehen. Können nicht beide Arme gehoben oder gedreht werden, deutet dies ebenfalls auf eine Lähmung hin.

    S = Speech – Die Person einen einfachen Satz sprechen lassen. Ist dies nicht möglich oder klingt die Stimme genuschelt oder verschwommen, ist das ein Anzeichen für eine Sprachstörung.

    T = TIME – Tritt auch nur eins der Symptome auf sofort den Notruf 112 wählen.

    • Basty 27. Februar 2017 at 09:30 - Reply

      Hey Nobi,
      diese Abkürzung kannte ich noch gar nicht. Sau cool!
      Ich denke, die passt perfekt zu diesem Artikel. 😊
      Sehen uns, mein Freund.
      LG Basty

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