8 Tipps für mehr Kampfkunst im Alltag

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Wir sind immer so geschäftig. Da bleibt kaum Zeit für eine täglich gelebte Kampfkunst, nicht wahr? Lass mich dir ein paar Wege zeigen, wie Du deine Kampfkunst trotzdem jeden Tag etwas besser machen kannst! Deine Kampfkunst als Lebensweg wird dich beflügeln!

Für manche Menschen ist Kampfkunst mehr als nur ein Hobby. Sie ist eine Art zu Leben, den Tag und seine Umwelt anzupacken, sie zu verstehen.

Auf meinem Weg habe ich viele Menschen gesehen und kennengelernt, die ihre Kampfkunst wirklich leben und lieben. Dabei spielt der Name der Kampfkunst keine Rolle. Diese Art des Lebens ist mit jeder Kampfkunst möglich. Du musst nur wollen und eine Idee haben, wie Du sie in deinen Alltag bringen kannst.

Auch ich befinde mich an dem Punkt, wo meine Kampfkunst eine Lebenseinstellung wird und für mich immer weniger ein Hobby ist. Dabei denke ich viel nach und stelle meine alten und teils ziemlich voreingenommenen Meinungen auf den Kopf.

Es wird trainiert, hinterfragt, Neues ausprobiert und ständig angepasst.

Leider ist die reine Trainingszeit für eine gelebte Kampfkunst nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es müsste eindeutig mehr Zeit her. Problem bei dieser Sache ist nur, niemand kann einfach so mehr Zeit bekommen. Wir müssen mit dem auskommen, was der Tag uns gibt. Das hört sich ziemlich altbacken an, nur was alt ist muss ja nicht schlecht sein. 😉

Trotzdem, das Problem bleibt!

Zeit ist ein kostbares Gut. Ich habe mich dafür entschieden, diese nur noch mit Dingen füllen zu wollen, die mich erfüllen und glücklich machen. Meine Kampfkunst nimmt an dieser Stelle einen großen Stellenwert ein.

Wie schon angedeutet, lässt sich ein Tag nicht mit reiner Trainingszeit alleine füllen. Neben einem normalen Leben und vielen Verpflichtungen ist das einfach unmöglich. Das Schöne an der Kampfkunst; sie ist nicht nur Kämpfen allein!

Kampfkunst beschäftigt sich mit vielen unterschiedlichen Aspekten des Kämpfens und so ist das Spektrum der Trainingsinhalte auch vielfältiger als so mancher glauben würde. Weil Kampfkunst so unglaublich umfangreich ist, können wir sie, auch neben den ganzen technischen Aspekten, unter anderen Gesichtspunkten in unser Leben integrieren.

Lass mich hier nur ein paar Beispiele anführen: Aufmerksamkeitschulung, sanfte Abendlektüre, kampfkunstspezifisches Fitnesstraining, natürliche Anatomiewahrnehmung, Mentaltraining, Lehr- und Lernerfahrungen, Entspannungsmethode.

Es ist verrückt, wie tief sich eine gelebte Kampfkunst in unser Leben integrieren und uns zum Positiven verändern kann. Lass mich dir mit diesem Wegweiser ein paar Möglichkeiten näher bringen deine Kampfkunst stärker in deinen Alltag zu bringen. Es macht nicht nur Freude, auch deine Kampfkunst wird sich maßgeblich erweitern und verbessern.

#1 Spiele mit gedanklichen Szenarien (Mentaltraining)

Schon Albert Einstein sagte „Die Vorstellungskraft ist wichtiger als Wissen!“ Oder Andrew Agassi soll gesagt haben, „Ich habe Wimbledon 10.000 Mal im Kopf gewonnen.

Mentales Training ist eine geistige Form des Trainings. Es hat dabei viele Namen, z.B. Imagination, Visualisierung, Selbsthypnose, Vorstellungsübung. Aber der Namen tut hier jetzt nichts zu Sache. Es geht um dein tatsächliches Tun, naja dein geistiges Tun.

Du malst dir im Geiste aus, wie Du in einer bestimmten Situation denken, fühlen und handeln willst. Denn das Geniale daran ist, dein Gehirn merkt den Unterschied nicht, ob Du dir etwas vorstellst oder ob Du es wirklich erlebst. Schon allein deine Vorstellung führt zu Veränderungen in deinem Körper. Und so kannst Du deine Kampfkunst üben, selbst wenn Du in deinem Alltag nur wenig Zeit hast. Bei Sportlern, Ärzten, Patienten, Kriseneinsatzkräften, Musikern oder Psychotherapeuten ist diese Methode schon beinahe ein alter Hut, aber für dich ist es vielleicht ein neuer Weg zu einer täglich praktizierten Kampfkunst.

Für mein Mentaltraining stelle ich mir vor, immer wenn mir jemand im Alltag begegnet, wie dieser mich angreift. Dann setze ich meine Techniken ein, um diesen Angriff abzuwehren und den Angreifer zu neutralisieren. Mein Trick für tägliches SV Training!

Dabei versuche ich so wenig wie möglich zu konstruieren. Werde ich von hinten angesprochen, dann kommt auch der Angriff von dort. Läuft jemand an mir vorbei, stelle ich mir vor, wie meine Hand gegriffen wird und ich weggezerrt werde. Spreche ich ganz normal mit einer Person, kommt zum Beispiel ein Schlag von vorne oder ich werde am Kragen gepackt.

Als ich mit dieser Übung noch nicht so vertraut war, habe ich mir immer einfach und meist ähnliche Szenarios ausgedacht. Ich habe mit Greif- und Halteangriffen gearbeitet. Sie geben uns die meiste Zeit zu reagieren und sind am einfachsten abzuwenden. Danach habe ich mich an dynamischeren Szenarios probiert. Immer weiter experimentiert. Erst waren es nur Angriffe und Abwehrtechniken. Dann kommen Gedanken und Gefühle hinzu. Zum Beispiel möchte ich meinen Geist darauf trainieren keine lähmende Angst zu empfinden, auch möchte ich wenig bis gar nicht zurückweichen. Also bin ich in meinen Szenarios rational, schnell und abgeklärt. Auch gewinne ich meine Szenarios immer. Denn wenn ich schon in meinem Geist verliere, wieso sollte ich dann in der Realität gewinnen?

Dieses mentale Training ist eine nette Erfahrung und ein tolles Spiel. Versuche dich auch mal an ein paar Szenarien. Überlege aber nicht zu lange, sonst gucken dich die Leute schief an.

#2 Nutze das Farbcodesystem von Jeff Cooper

Kampfkunst ist nicht nur ein Sammelsurium aus vielen Einzeltechniken, sie ist eine Art zu Leben. Sie schult deinen Körper, deinen Geist und deinen Blick auf und in die Welt. Mit diesem etwas weiter gefassten Verständnis lässt sich Kampfkunst sehr weitreichend und effektiv in dein Leben integrieren!

Hast Du schon einmal gehört, dass wenn Du aufmerksam durchs Leben gehst und dir bewusst bist, was um dich herum geschieht, kannst Du die meisten Gewaltverbrechen vermeiden, bevor diese überhaupt begonnen haben? In meiner Welt macht das irgendwie Sinn! Bin ich mir meiner Umwelt und den Geschehnissen um mich herum bewusst, habe ich auch mehr Kontrolle. Ich kann Situationen umgehen oder ihren Verlauf auch steuern.

Doch wie kannst Du diese ständige Aufmerksamkeit in dein tägliches Leben übernehmen? Das klingt irgendwie furchtbar anstrengend! Immer aufmerksam und in Alarmbereitschaft.

Das wäre auch absoluter Quatsch und unglaublich übertrieben. Niemand kann 24 Stunden immer Ausschau nach gefährlichen Situationen halten. Und trotzdem solltest Du, wenn möglich in jedem kritischen Moment bereit sein!

Natürlich kannst du auch gedankenlos durch die Welt wandeln und Glück haben. Nur alles dem Zufall überlassen,   wäre doch aber ein wenig fahrlässig.

Und dieser Umstand bringt uns zum Farbcodesystem von Jeff  Cooper. Sein System ordnet unterschiedlichen Bewusstseinsstufen Farben zu, welche die Intensität von möglicher Gefahr in aufsteigender Reihenfolge signalisieren. Diese sind Weiß, Gelb, Orange und Rot. Sein System kann dir helfen deine Aufmerksamkeit zu schulen und für deine Umwelt empfänglicher zu machen.

Zustand Weiß

Solltest Du dir jetzt schon Horrorszenarien ausmalen, dann wart mal ab… Ich mach nur Spaß, es ist überhaupt nicht schlimm. Code Weiß ist ein toller Code, er ist sogar so toll, dass er überlebenswichtig ist! In ihm kann dein Körper sich erholen. Er wird meisten automatisch eingenommen, wenn Du dich absolut sicher fühlst; beim Schlafen, zu Hause, bei einem guten Buch oder Film usw. So ein Gefühl kann natürlich täuschen, denn beim Handy spielen auf der Straße kann dir dieses Gefühl der Sicherheit schnell zum Verhängnis werden. Code Weiß sollte also nur bewusst eingenommen werden, wenn absolut keine Gefahr für dich besteht. Dann darfst Du in aller Ruhe chillen und relaxen!

Zustand Gelb

Wenn jedoch ein mögliches Risiko für Gefahr besteht, sollte dein Bewusstseinszustand in den Code Gelb wechseln, z.B. jedes Mal beim Rausgehen. Code Gelb bedeutet, dass Du deiner Umgebung eine gewisse Aufmerksamkeit entgegenbringst. Falls nämlich eine Gefahr eintritt, bist Du vorbereitet, oder naja, sie entgeht dir wenigstens nicht so schnell, wie in Code Weiß.

Was könnten Code Gelb Aktivitäten sein: Leute anschauen, die dir entgegenkommen. Nicht mit Fremden zusammenstoßen. Vorausschauendes Autofahren. Die Umgebung scannen, um unnatürliche Situationen zu erkennen.

Du hast einfach den Rundumblick und nimmst deine Umgebung etwas intensiver wahr!

Zustand Orange

Bei einem Gefahrensignal schaltet dein Bewusstsein in Code Orange. Es bedeutet nicht, dass Du angegriffen wirst, aber eine potenzielle Gefahr vorhanden ist, z.B. eine Gruppe Jugendlicher oder ein dir unheimlicher Typ auf deinem Weg. Code Orange ist deine Vorbereitung auf eine mögliche Gewalttat. Du legst Dir einen Plan für die Verteidigung zurecht.

Sobald die Situation vorüber ist, wechselst Du wieder in Code Gelb.

Zustand Rot

Die mögliche Gefahr wurde tatsächlich zu einer realen. Du wirst belästigt, angeschnauzt, vielleicht sogar direkt körperlich angegriffen.

Code Rot bedeutet Aktivität und Initiative. Setze deinen Plan oder Pläne in die Tat um. Es muss nicht Schlagen sein. Distanz schaffen oder verbale Deeskalation sind auch gute Strategien.

,,Never go out on condition white!‘‘ – Jeff Cooper

#3 Zeige deinen Freunden ein paar Tricks

Für mich hat sich Lehren als die für mich beste Lernmethode herausgestellt. Ich habe vielen Leuten etwas gezeigt und nie war es gleich. Die eine Erklärung hat bei A super funktioniert aber B konnte damit nichts anfangen. Auch haben einzelne Techniken für manche gut funktioniert, wiederrum Andere benötigten etwas völlig anderes. So musste ich meine Kampfkunst immer wieder testen, erproben und anpassen. Dadurch haben sich meine Techniken schon oftmals sehr gewandelt und ich analysiere jede meiner Bewegungen genauer.

Nicht nur, dass Du deine Kampfkunst so verbessern kannst, auch schaffst Du durch das Lehren im Bekanntenkreis eine größere Akzeptanz für deine Kampfkunst. Kampfkunst ist eher ein Randthema in unserer Gesellschaft. Sie ist nicht wie Fußball immer präsent. Daher fällt den meisten Menschen Kampfkunst nicht auf, wenn es im Verborgenen geschieht.

Sprich offen über deine Kampfkunst, mach sie ein bisschen publik. Vermutlich bist Du irgendwann der Fighter-Ken oder die Prügel-Barbie aber es gibt sicher Schlimmeres. Ein weiterer Vorteil ist die soziale Unterstützung und Verbindlichkeit, die nach kurzer Zeit entsteht. Leute interessieren sich für deine Fortschritte und Du möchtest doch auch etwas Neues zu erzählen haben.

Öffentliche Akzeptanz schafft Unterstützung und bringt Verbindlichkeit!

#4 Nutze deine Kampfkunst als aktive Entspannungsmethode

Yoga, Pilates, Tai Chi und was weiß ich noch alles, sind Teil einer großen Entspannungsindustrie. Sie schaffen aktive Erholung und geben uns einen gewissen esoterischen Kick. Teilweise ärgert es mich, dass diese Formen kommerziell so ausgeschlachtet werden aber was soll´s. Jeder muss sein eigenes Süppchen kochen und das kannst Du auch tun!

Was ist der Unterschied zwischen Yoga, Pilates, Tai Chi zu Karate, Wing Chun und Krav Maga?

Wenn ich es sehr vereinfacht ausdrücken möchte, ist es schlicht und einfach der Fokus. Die einen wollen entspannen, die anderen möchten kämpfen. Nehme ich mir also den Entspannungsfokus und stülpe ihn über meine Kampfkunst, so kann sie mir ebenfalls als Methode zur Entspannung nutzen.

Wie sieht dieser Fokus angewandt aus?

Achte auf langsame und gleichmäßige/flüssige Bewegungen. Nutze deinen kompletten Bewegungsradius. Atme ruhig und tief in den Unterbauch. Versuche deine Verspannungen zu spüren und nach und nach loszulassen.

Nicht nur, dass Du dich aktiv entspannst, Du verinnerlichst auch deine Formen oder Techniken. Also Entspannungs- und Trainingseffekt in einem. Ganz zu schweigen von dem Geld, dass du sparst!

#6 Schnapp dir ein bisschen Kampfkunst-Literatur

Weiß Du was ich alles übers Lesen gelesen habe. Puuh, wenn davon nur die Hälfte stimmt, lohnt sich der Griff zum Buch immer noch.

Lesen bildet, Du entdeckst dadurch neue Interessen und Leidenschaften, erweiterst deinen Wortschatz sowie deinen Horizont, es beugt Alzheimer vor, reduziert Stress, hilft dir beim Schreiben und Einschlafen, deine sozialen Kompetenzen werden gefördert, Du wirst kreativer und kannst dich besser konzentrieren.

Ach ja und mein Favorit, es macht dich sexy!

Also verzichte auf Wunderdrogen und nimm lieber ein Buch zur Hand. Am besten natürlich ein Buch, das dich in deiner Kampfkunst weiterbringt.

Hier nur ein paar schöne Beispiele für eine nette abendliche Kampfkunst-Lektüre.

Sieh die Liste bitte nur als kleinen Ideengeber. 😉

Dan Millman – Der Pfad des friedvollen Kriegers

Ein Buch über moderne Spiritualität. Weniger ein klassisches Kampfkunstbuch. Es versucht ein Tor zu einer modernen und offenen Spiritualität für Menschen zu öffnen, die mitten im Leben stehen. Einfach ein bisschen Spaß beim Lesen einer seichten Geschichte mit tiefgründigen Inhalten.

George Dillmann – The Dillman Method of Pressure Point Fighting (englisch)

Das Buch über das Kämpfen mit Nervenpunkten. Das Buch enthält neben einzelnen Nervenpunkten, eine sehr ausführliche Theoriesektion, Hinweise für das Training mit Nervenpunkten und viele klasse Anwendungen aus den Karate Kata. Es sollte in keinem Schrank fehlen, wenn man mit Nervenpunkten arbeitet.

George Dillmann – Pressure Point Fighting Secrets of Ryukyu Kempo (englisch)

Die Einführung in ein Karate der Ryukyu Inseln. Es schließt die Lücke zwischen Karate, Kata und Nervenpunkten. Neben Theorie und Skizzen zu Nervenpunkten liegt der Fokus stark auf der Kata Naihanchi Shodan. Sie wird in ihrem Ablauf dargestellt und in einzelne Anwendungen zerlegt, immer in Bezug auf Nervenpunkte.

Ralf Bongartz – Nutze deine Angst

Was kann ich tun, wenn es gefährlich wird? Ein Experte gibt konkrete Tipps zum Umgang mit gewalttätigen Konflikten. Dieses Buch zeigt, wie wir, trotz Angst und Unsicherheit, Konfliktsituationen bewusster erkennen und besser auf sie reagieren können. Es macht einfach Spaß es zu lesen. Man erkennt sich selbst und schaut einfach nochmal genauer hin.

Yves Rota – Selbstverteidigung ist Kopfsache

Ein Buch, das zum Nachdenken über sich anregt. Selbstverteidigung wird nicht als eine Vielzahl von Techniken gesehen, sondern als ein komplexes Geschehen. Wieso erstarren Gewaltopfer? Was passiert in unseren Körpern? Was für Formen von Gewalt gibt es? Das Motto des Buches ist: Gewalt wird im Kopf entschieden!

Werner Lind – Budo. Der geistige Weg der Kampfkünste

Auch wenn oft in der Kampfkunstszene zerrissen, lädt Werner Lind zum Nachdenken ein. Was ist eigentlich dieses mysteriöse Budo. Es werden einzelne Komponenten des Budo beschrieben und versucht diese zusammenzuführen.

Werner Lind – Die klassische Kata

Kata ist mehr als ein simples Ablaufen von einzelnen Techniken. Werner Lind versucht in seinem Buch die Kata als ein großes Lehrgebilde für den Menschen zu beschreiben.

#7 Schreibe auf, inwieweit dich deine Kampfkunst bereits bereichert hat

Ich habe gehört, wir Menschen neigen sehr oft dazu aufzuzählen, was wir nicht haben, noch nicht erreicht haben oder welche Fehler wir haben. Sehr negativ, oder?

Heute ist es an der Zeit einmal auf dein Pluskonto zu schauen. Was hast Du schon alles erreicht, spezifisch in deiner Kampfkunst natürlich? Wie hat sie dich bis zum heutigen Tage verändert? Was hat sie dir für atemberaubende Erlebnisse geschenkt? Wo hast Du wahre Stärken durch sie ausbilden können?

Ich z.B. wurde durch meine Kampfkunst kontaktfreudiger. Neue Lehrgänge mit neuen Menschen ziehen mich förmlich an. Auch hat sie mich kritischer gemacht! Ich hinterfrage mehr. Mein Körpergefühl hat sich stark verbessert. Nicht nur, dass ich neue Bewegungsmuster viel schneller lerne, ich spüre auch, ob sich eine Bewegung für mich natürlich anfühlt. Meine Sprache und meine Beziehung zu Menschen haben sich verändert. Die Kampfkunst lehrt uns nicht nur das Kämpfen, sie kann uns auch den Umgang mit unseren Mitmenschen lehren. Und natürlich fühle ich mich sicherer!

Jetzt bist Du dran. Wie hat sich deine Kampfkunst positiv auf dich ausgewirkt? Mach es dir wirklich bewusst und schreibe es vielleicht sogar auf. Zu erkennen, was dir deine Kampfkunst gibt, kann dir unglaublich viel Kraft für deinen weiteren Weg geben!

#8 Übernehme Übungen in dein Fitnesstraining

Ich bin durch und durch fitnessbegeistert. Nach einem Fitnesstraining fühle ich mich immer lebendig, einfach gut. Das hat sich durch meine Kampfkunst sogar noch verstärkt. Eine solide Kraftbasis hat noch nie geschadet!

Jedoch habe ich mein Fitnesstraining auf meine Kampfkunst abgestimmt. Muskeln, Kraft, regelrechtes Eisen fressen sind einem funktionellen Plan gewichen. Kampfkunst ist nicht reine Kraft, sie ist Bewegung und so muss mein Fitnesstraining auch auf Bewegung ausgerichtet sein. Zudem nutze ich seit meiner Trainingsumstellung nur noch mein eigenes Körpergewicht. Es macht für mich einfach Sinn, immerhin muss ich in der Kampfkunst auch meinen eigenen Körper nutzen können.

Mein Karate basiert auf Schlägen zu empfindlichen Körperstellen und der Anwendung einer ganzheitlichen Körpermechanik. Hierzu benötige ich eine gute Core-Muskelstruktur. Ebenso arbeite ich gerne über meine Körperzentrallinie. Diese Bewegungen benötigen einen starken Brustmuskel. Also passe ich mein Fitnesstraining an die Anforderungen meiner Kampfkunst an!

Du wirfst zum Beispiel gerne. Auch hier ist eine gute Core-Muskulatur notwendig. Auch dein Rücken sollte ausgeprägt sein usw.

Übernimm unterstützende Übungen für deine Kampfkunst in dein Fitnesstraining. Es wird sich bezahlt machen!

Lass von dir hören!

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Wir von Insight Budo machen nichts ohne einen guten Grund. Der Artikel ist dazu gedacht, deine Kampfkunst mehr in deinen Alltag zu integrieren.

Dabei handelt es sich nur um ein paar kleine Ideen von uns. Ich bin mir sicher, es gibt noch viele tausend andere Möglichkeiten für eine täglich gelebte und praktizierte Kampfkunst.

Lass uns deine Ratschläge und Tipps hören oder lesen.

Ich freue mich auf deine Ideen.

/Respekt

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By | 2017-02-15T09:36:08+00:00 Februar 15th, 2017|Kampfkunst|0 Comments

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