Lilaaaxen nicht vergessen!!!

Direkt zum Artikel gestern! Wenn ein Artikel „Train hard oder wie war das?“ kommt, muss auch etwas zum Relaxen kommen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass der Artikel auf viel Resonanz stieß. Es gab, wie erhofft, unterschiedlichste Reaktionen.

Die einen fanden den Hardcore-Ansatz gut, andere fühlten sich angegriffen, da ich doch behauptet habe, sie würden nicht ausreichend trainieren (hab ich das??) und andere meinten, dass hartes Training nicht gesund wäre.

Euch allen sage ich hiermit: RELAX!

Wie in meinem „Train hard“ Artikel bereits geschrieben, bin ich der Erste, der die Ausgewogenheit des Trainings befürwortet. Und auch wenn ich viel und oft auch sehr hart trainiere, ist mir die Wichtigkeit der Entspannung in und außerhalb des Trainings mehr als bewusst und wichtig.

Also, um der Diskussion um hartes Training noch ein bisschen mehr Zündstoff zu geben, hier ein weiterer Artikel über hart….. und WEICH 😉

Über 40 Grad im Schatten, die Luftfeuchtigkeit beträgt gut 90%. Nach einer knappen Stunde Training, abwechselnd am Sandsack und an der Pratze, nicht enden wollenden Runden und unerträglich schwüler Hitze stehe ich hier, versuche meine Arme in der Deckung und mich auf den Beinen zu halten. Die Trainingsumstände und die Temperaturen hier in Thailand fordern das Letzte von mir. Und während ich fieberhaft überlege, was zum Teufel mich mal wieder in so eine Situation gebracht hat, sehe ich in das lächelnde Gesicht meines Trainers Jay.

In breitem Thai-Englisch sagt er „Lilaaax“, und meint damit natürlich RELAX! Entspann dich!

Mit meinem Muay Thai Trainer in Thailand

Trotz aller Härte und Disziplin, die wir uns im Training abfordern, trotz tausenden Wiederholungen von Techniken, Kata oder Liegestützen, sollten wir uns immer auch entspannen.

Jajaja, ich weiß! Hatte ich doch in meinem letzten Artikel genau das Gegenteil gefordert, und nun das?

Dem aufmerksamen Leser ist jedoch nicht entgangen, dass ich etwas von „der Dualität von heiß und kalt“ (hart und weich, Spannung und Entspannung) geschrieben habe. Was ich damit sagen will, ist dass wir zu oft „lauwarm“, also weder hart noch weich, üben. Doch Karate, oder Budo im Allgemeinen, ist für mich vielmehr eine Frage von ganz oder gar nicht.

Von sportlicher Seite her macht es natürlich Sinn, wenn man hartes und lockeres Training abwechselt, da man so die größten Fortschritte erzielen kann. Ja, genau davon rede ich! Hart und weich sollten sich nicht nur in der Ausführung von Kata oder Techniken sinnvoll abwechseln, sondern auch im Trainingsaufbau. Das ist gesund und zielführend.

Aber tun wir das wirklich?

Trainieren wir wirklich HART, um dann in der nächsten Einheit ernsthaft zu entspannen?

Fördern wir in unserem Dojo diese Konzepte?

Immerhin ist es genau dieser Wechsel zwischen Spannung und Entspannung, der unsere Techniken effektiv macht, und dafür sorgt, dass wir mit unseren Kräften haushalten.

Gestern habe ich dich ja schon zu einer Challenge aufgefordert. Warum dem Ganzen nicht direkt noch einen draufsetzen? Wann hast du das letzte Mal:

  • So richtig entspannt, ohne dabei an die Arbeit oder andere Dinge zu denken?
  • Qi Gong, Yoga, Tai Chi oder etwas Ähnliches praktiziert?
  • Mehrere Tage kontinuierlich Zeit für eine Meditation reserviert?
  • Zeit mit dem Wechsel zwischen hart und weich in deinem Training verbracht?
  • Einen ausgiebigen Saunagang oder eine Massage genossen?

Keine Sorge, auch wenn ich weiter hart trainieren und ebenso „hart“ relaxen werde, im nächsten Artikel geht es wieder zu 100 % um Karate.

Vielleicht *hust* 😉

/Ganbatte

By |2017-11-07T14:27:59+00:00Februar 9th, 2017|0 Comments

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